Vereinskonzept

Aufgaben des Vereins

• Anstellung der Mitarbeiter/innen
• Organisation von Fortbildungen
• Akquisition finanzieller und personeller Unterstützung
• Verwaltung der Finanzen
• Öffentlichkeitsarbeit
• Weiterentwicklung der Vereinsziele

 

Weg der Antragstellung und Voraussetzungen für den Einsatz der Schulbegleitung

• Der Antrag auf Schulbegleitung eines Schülers oder einer Schülerin wird durch die Klassenlehrerin/den Klassenlehrer der Regelschulen an den            Verein gestellt. Der Antrag soll die gewünschte Art und den Umfang der Begleitung beschreiben und muss begründet werden durch:

• eine kurze schriftliche Darstellung des herausfordernden Verhaltens
• eine kurze Darstellung erfolgter Maßnahmen und deren Ergebnisse

• Es erfolgt eine fachliche Beratung der Lehrkraft durch das Förderzentrum.

• Die Klassenlehrerin/der Klassenlehrer der Regelschule und die sonderpädagogische Fachkraft erarbeiten einen Vorschlag zum Einsatz einer Schulbegleitung (Dauer, Umfang, Art, Person, zusätzliche Maßnahmen).

• Es erfolgt die Einholung des schriftlichen Einverständnisses der Erziehungsberechtigten des zu begleitenden Kindes.

• Der Vorschlag wird dem Verein dargestellt. Ein Gremium entscheidet über den entsprechenden Einsatz.

• Die organisatorischen Voraussetzungen werden mit Unterstützung der Schulleitung der Regelschule geschaffen.

• Mit allen Beteiligten werden Kooperationsabsprachen getroffen.

 

Pflichten und Rechte der Beteiligten

• Der Verein stellt fachlich geeignete Schulbegleitungen ein. Diese unterstützen die Förderzentrumsarbeit im Bereich der schulischen Erziehungshilfe.

• Der Vorstand des Vereins ist gegenüber der Schulbegleitung bezüglich Art und Umfang der Begleitung weisungsberechtigt. Eine Beratung durch das   Förderzentrum ist erwünscht.

• Die Schulbegleitung gehört zu dem Team, welches für die Klasse zuständig ist. Die Einbeziehung der Mitschülerinnen und Mitschüler, die Benutzung   von Räumlichkeiten und Lehrmitteln, die Formen der Beendigung der Maßnahme, etc. werden kollegial abgesprochen. Die Gesamtverantwortung verbleibt bei der Klassenlehrerin/dem Klassenlehrer.

• Informationswege werden zwischen den unmittelbar Betroffenen sowie dem Verein für Schulbegleitung verbindlich festgelegt.

• Die Schulbegleitungen nehmen an Schulungen und regelmäßigen Beratungen durch das Förderzentrum teil.

 

Aufgaben der Schulbegleitung

Die Schulbegleitung unterstützt „Kinder und Jugendliche in schwierigen Situationen“ während der Schulzeit. Sie soll den Betreffenden zur selbständigen, angemessenen Teilhabe am Schulleben führen und fördert die Entwicklung der sozialen und emotionalen Identität. Sie unterstützt die Schule bei der Umsetzung von förderlichen Maßnahmen und bei der Bildung einer tragfähigen Klassengemeinschaft.

• Die Schulbegleitung setzt vielfältige Methoden ein, um zu ermutigen, zu spiegeln, die Wahrnehmung von Gefühlen und Bedürfnissen zu fördern, das Regelverständnis zu vertiefen und die Kommunikation zu verbessern. Sie unterstützt alle Beteiligten in Krisensituationen.

• Sie unterstützt bei der Entwicklung von Motivation, Konzentration und Ausdauer.

• Sie schafft Strukturhilfen und unterstützt vorhandene Strukturen zur Arbeitsplanung, Organisation sowie zur zeitlichen und räumlichen Orientierung.

• Die Schulbegleitung kann bei Bedarf im Rahmen ihrer Tätigkeit auch einzelne Mitschüler sowie die Klassengemeinschaft unterstützen. Ziel bleibt die Entwicklung und Akzeptanz des begleiteten Kindes.

• Sie unterstützt die Kommunikation aller Beteiligten. Nach Absprachen gehören auch außerschulische Institutionen dazu.

• Sie schlägt Maßnahmen aufgrund ihrer gemachten Beobachtungen und Erfahrungen vor.

• Die Schulbegleitung dokumentiert ihre Tätigkeit gegenüber dem Verein.

 

Schulung der Schulbegleitung

In regelmäßigen Supervisionen werden das eigene Handeln und die dahinterliegenden Gefühle und Einstellungen reflektiert.

In Schulungen und individuellen Beratungen mit Hospitationen werden Methoden und grundlegende Informationen vermittelt.
Grundlage ist eine systemische Sichtweise.

Inhalte sind u.a.

• Umgang mit Schülern und Schülerinnen in schwierigen Situationen. Formen und mögliche Ursachenzusammenhänge von herausforderndem Verhalten

• Gewalt in der Familie
• Psychische Erkrankung in der Familie
• Alkoholmissbrauch
• Überforderung
• Mobbing
• Asperger, ADHS
• u.a.

• Einführung in die Organisation von Schule

• Strukturen, Informationswege, Gremien, Schulrecht, Schweigepflicht
• Lehrerrolle
• Schulische Maßnahmen, Zeugnis, Lernplan

• Einführung in die Organisation von Unterricht

• Überblick über Unterrichtsformen, deren Potential und Schwierigkeiten,
• Methoden

• Teamarbeit

• Ziele, Erwartungen, Absprachen, Zuständigkeiten, Rahmenbedingungen, Problemsituationen

• Pädagogische Methoden

• Fallbeispiele/Rollenspiele
• Angemessene Reaktionen: Ermutigung, Ignorieren, Spiegeln, Deeskalationen
• Maßnahmen kennenlernen: Tokensysteme und Verträge entwickeln
• Gesprächsführung
• Entspannung

• Elternarbeit

• Gesprächsführung

• Dokumentation und Beschreibung

• Schriftliche und mündliche Vor- und Nachbereitung
• Erstellen von Begleitakten, Entwicklungsberichten, Umfeldanalysen

• Kennenlernen möglicher Kooperationspartner

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